18. August 2017
Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich. Daher sollte eine Gewichtsabnahme erfolgen.
 16. Februar 2017
Wenn mithilfe konservativer Therapieoptionen keine Gewichtsabnahme erreicht wird, kann unter Umständen die metabolische Chirurgie infrage kommen.
 28. Oktober 2016
Frauen mit Adipositas, die eine Operation zur Gewichtsabnahme in Anspruch genommen haben, sollten zwei bis drei Jahre mit ihrem Kinderwunsch warten.
 28. September 2016
Für Kinder mit Adipositas ist es wichtig, auch im Anschluss an die Reha weiter betreut zu werden. Dabei ist sowohl eine Unterstützung auf fachlicher Ebene als auch durch die Eltern relevant.
Stethoskop
Grade der Adipositas
Der Grad der Adipositas wird über den BMI bestimmt und gibt Aufschluss über das Risiko für Folgeerkrankungen.
Adipositas

Grade der Adipositas

Gemäß der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es drei Schweregrade sowie eine Vorstufe der Adipositas. Diese vier Stufen ergeben sich aus der Berechnung des Body-Mass-Index (BMI). Die Abstufung in die unterschiedlichen Grade erfolgt vor allem zur Abschätzung der tendenziellen Gefahr für mögliche Folgeerkrankungen.

Präadipositas

Die sogenannte Präadipositas gilt als Vorstufe zur Adipositas und bewegt sich bei einem BMI-Wert zwischen 25 und 29,9 kg/m². Die Leitlinie „Prävention und Therapie der Adipositas“ der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) stuft das Risiko für Folgeerkrankungen als „gering erhöht“ ein. Allerdings spielt vor allem bei dieser Vorstufe zur Adipositas auch der Taillenumfang eine erhebliche Rolle. Denn selbst wenn der BMI-Wert unter 30 kg/m² liegt, kann bei Frauen ein Taillenumfang von mehr als 88 Zentimetern, bei Männern bei mehr als 102 Zentimetern, auf ein erhöhtes kardiovaskuläres (den Blutkreislauf und das Blutgefäßsystem betreffendes) Risiko hindeuten. Bei einem erhöhten Anteil des Bauchfetts sprechen Mediziner von einer abdominalen Adipositas, die das Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauferkrankungen erhöht.

Adipositas Grad I und II

Per Definition handelt es sich bei Menschen mit einem BMI-Wert zwischen 30 und 34,9 kg/m² um Patienten mit Adipositas Grad I. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft stuft das Risiko für Folgeerkrankungen als „erhöht“ein. Ab einem BMI-Wert von 35, noch unter 40 kg/m², handelt es sich um Adipositas Grad II, die Risikofaktoren gelten gemäß DAG als „hoch“.

Adipositas Grad III, Adipositas permagna

Die schwerste Form der Adipositas beginnt ab einem BMI-Wert von 40 kg/m². Mediziner sprechen in solch schwerwiegenden Fällen auch von Adipositas permagna oder morbider Adipositas. Das Risiko für Folgeerkrankungen wird bei Adipositas Grad III als „sehr hoch“ eingestuft. Bei einem BMI-Wert von mehr als 40 kg/m² zeigen sich neben dem eigentlichen Übergewicht bereits sehr deutlich weitere Symptome wie Kurzatmigkeit, starkes Schwitzen und Gelenkschmerzen. Bleibt Adipositas permagna auf Dauer unbehandelt, besteht die Gefahr, langfristig chronisch zu erkranken.

Patienten mit Adipositas permagna sollten dringend Rücksprache mit ihrem Arzt halten und sich über geeignete Maßnahmen zur Therapie beraten lassen. Bei diesem Schweregrad der Adipositas werden neben einer begleiteten Gewichtsreduktion und Verhaltenstherapie oft auch chirurgische Maßnahmen zur Behandlung in Betracht gezogen. Die Selbstreflexion und die daraus folgende Änderung des eigenen Verhaltens ist für den Erfolg dieser Methoden unabdingbar.

Sabrina Mandel

 18. August 2017
Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich. Daher sollte eine Gewichtsabnahme erfolgen.
 16. Februar 2017
Wenn mithilfe konservativer Therapieoptionen keine Gewichtsabnahme erreicht wird, kann unter Umständen die metabolische Chirurgie infrage kommen.
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Frauen mit Adipositas, die eine Operation zur Gewichtsabnahme in Anspruch genommen haben, sollten zwei bis drei Jahre mit ihrem Kinderwunsch warten.
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Für Kinder mit Adipositas ist es wichtig, auch im Anschluss an die Reha weiter betreut zu werden. Dabei ist sowohl eine Unterstützung auf fachlicher Ebene als auch durch die Eltern relevant.